Riten und Feiertage in Shannahja


Feiertage
Als Feiertage gelten in Shannahja der jeweilige Tag der Offenbarung des amtierenden Herrschers, sowie die beiden Tag und Nacht-Gleichen.
An diesen Tagen - teilweise schon einige Tage vorher beginnen und danach endend - wird die Arbeit ruhen gelassen und man feiert. Die Art der Feiern sind regional unterschiedlich und kan von einer Andacht bis hin zu rauschenden Orgien und Gelagen gehen.

Geburt und Tod
Bei der Geburt eines Kindes wird der Goettin gedacht und ihr zu Ehren werden kleine Feuerschalen aufgestellt, in welchen wohlriechende Kraeuter und Blueten verbrannt werden.

Stirbt ein Familienmitglied, so wird der Koerper verbrannt und seine Asche verstreut. In vielen Regionen werden an diesem Tag die Fenster verhaengt und es herrscht ein Tag des Gedenkens. Die meisten Verbrennungszeremonien werden ohne Ansprache, jedoch manchmal von Gesang begleitet, vollzogen.
Den Toten gedenkt man ebenso, wie bei einer Geburt, an ihrem Todestag mit einer kleinen Feuerschale, in der Gaben fuer die Goettin verbrannt werden.

Sonstige Riten
Viele Eltern feiern den wiederkehrenden Geburtstag eines Kindes mit einer Gabe an die Goettin.
Muendige begehen den Tag ihrer Muendigkeit als neuen Geburtstag ebenfalls mit einer Gabe an die Goettin.


Die Offenbarung - Bestimmung und Inthronisation eines neuen Herrschers

» Die Obari Talren als religioeser Ort «

" Es ist ganz einfach. Ist es nach Ansicht der Goettin an der Zeit einen neuen Herrscher zu ernennen, so fuehlt das erste Kind - der Erbe - den Ruf zu den Hoehlen. Genaugenommen fuehlt nicht nur er den Ruf, sondern auch eine Menge andere Leute. Jedenfalls fuehlen sie, dass die Hoehlen und die Goettin in dem Erben rufen.

Es gibt eine Menge Leute, welche dabei sein wollen, wenn der neue Erste aus den Hoehlen tritt und die Meisten wollen wissen, wer hinein gesandt wird, also kann man ruhig davon ausgehen, dass sich das halbe Land in Bewegung setzt, sobald der Ruf erklingt, um in den Bergen der Offenbarung zu harren.

Wann genau der Ruf erklingt ist unterschiedlich. Meist erklingt er kurz nach oder kurz vor dem Tod des alten Herrschers, doch es hat bereits genug Offenbarungen gegeben, da war der alte Herrscher kaum gekroent oder gar seit Jahren verstorben. Warum genau bleibt eine Frage, welche die Goettin nicht beantwortet.

Der Gerufene, also der Erbe - es kann auch der amtierende Herrscher sein -, betritt die Hoehlen alleine. Innerhalb der naechsten Woche folgen diejenigen in die Hoehle, welche von der Goettin erwaehlt wurden ihn zu pruefen. Es hat, den Legenden zufolge, auch schon ein Ziegenbock den Weg hinein gefunden und ein kaum muendiges Kind. Manches Mal ist der Gerufene auch alleine geblieben, doch meist folgen nach und nach Maenner und/oder Frauen hinein.
Es gilt, dass stets nur einer die Hoehlen verlassen kann und wer auch immer diese Hoehle verlaesst, der ist die Offenbarung und somit der neue Herrscher Shannahjas.

Wenn er auf die Plattform hinaustritt, verkuenden die Wachen die Offenbarung und das Versammelten erheben sich um die Goettin und ihren Entsandten zu bejubeln. Auf seinem Weg nach unten wird er an den Familienoberhaeuptern vorbeikommen und diese bieten ihm ihre Ehrerbietung und Loyalitaet dar.

Was genau in den Hoehlen passiert, weiss niemand genau. Man geht davon aus, dass diejenigen, welche die Goettin nach dem Erben hinein ruft, eine koerperliche Pruefung sind, doch das Wenige was die Herrscher bisher darueber verloren haben, deutet auch darauf hin, dass ihr Geist geprueft wird. Wie, dass erschliesst sich alleine der Goettin."


Aussagen eines Adjutanten einer Dareian Hergemar